Excerpt from Andre Müller's brave attempt to interview Nobel Prize-winning Elfriede Jelinek for the
Berliner Zeitung:
Müller: Wie stellen Sie sich Ihr Alter vor?
Jelinek: Schrecklich! Vor dem Alter habe ich panische Angst, seit ich bei meiner Mutter diesen Verfallsprozess miterlebt habe. Also, bevor es mit mir so weit kommt, hoffe ich, dass ich es schaffe, mich umzubringen. Man müsste dann einen Arzt kennen, der einem hilft. Denn ich könnte es nur mit Tabletten machen, auf die sanfte Art. Ich könnte mich nicht erhängen. Man muss die Tabletten, damit man sie nicht auskotzt, mit Apfelmus mischen.
Müller: Ach!
Jelinek: Ja, und vorher noch zusätzlich Valium schlucken.
Müller: Sie sind furchtbar. Ich kann mit Ihnen kein professionelles Interview führen.
Jelinek: Ich entwaffne Sie.
Müller: Ja.
Jelinek: ... weil Sie sehen, dass ich wirklich hilflos bin.
Müller: Ja, und ich kann Ihnen nicht helfen.
Jelinek: Mir kann niemand helfen. Aber mit Ihnen rede ich gern. Ich bin nur so erschöpft momentan. Sie sehen jetzt, wie jemand verfällt, der zu lange keiner menschlichen Gesellschaft ausgesetzt war.
Müller: Ich bin auch erschöpft.
Jelinek: Ja, fein. Wenn Sie auch verfallen, ist es gut.
(Found in today's
Perlentaucher)

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complete interview
Jelinek's
sickly sweet website